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Antwort an ein Inkassobüro: Forderung und Gebühren bestreiten, auf Französisch (Schweiz)
Schweiz · auf Französisch · für Schuldner
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13 Fragen · etwa 5 Min.
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Für Privatpersonen in der Schweiz, die ein Schreiben eines Inkassobüros (société de recouvrement) erhalten haben, auf Französisch: bestreitet die Forderung ganz oder teilweise, meldet sie als bezahlt oder erhebt die Einrede der Verjährung, lehnt nicht vereinbarte Inkassogebühren und pauschalen «Verzugsschaden» ab und verlangt eine Aufstellung mit Belegen. Folgt ein Zahlungsbefehl des Betreibungsamts, erheben Sie innert zehn Tagen Rechtsvorschlag. Eingeschrieben senden und eine Kopie behalten.
- Für die Verwendung in Schweiz
- Zuletzt aktualisiert: 4. November 2026
Veröffentlicht vonDocMuse
Wann Sie dieses Dokument brauchen
- Ein Inkassobüro in der Westschweiz schreibt Ihnen auf Französisch wegen einer Forderung.
- Zu einer kleinen Rechnung verlangt die Inkassofirma in der Schweiz hohe Gebühren.
- Die Forderung ist bezahlt oder verjährt, und die Mahnbriefe hören trotzdem nicht auf.
- Sie wollen auf Französisch antworten und die Forderung und die Kosten bestreiten.
Was Sie ausfüllen
Die Angaben, die das Dokument verlangt.
- Schuldner
- Anschrift des Schuldners
- Inkassounternehmen oder Forderungskäufer
- Postanschrift des Inkassounternehmens
- Ort
- Datum
- Referenz des Inkassobüros
- Datum des Schreibens des Inkassounternehmens
- Gläubiger
- Ihre Stellungnahme zur Forderung
- Unbestrittene Hauptforderung in CHF (nur bei teilweiser Bestreitung)
- Begründung in eigenen Worten (freiwillig)
- Anlagen
Häufige Fragen
- Sind Inkassogebühren in der Westschweiz geschuldet?
- Kein Gesetz sieht Inkassogebühren vor. Geschuldet sind die Forderung selbst, Verzugszins von 5 % im Jahr ab Verzug oder der vertraglich vereinbarte höhere Zins (Art. 104 OR) und Mahnspesen nur, wenn sie vereinbart sind, etwa in den AGB. Inkassobüros stützen Pauschalen auf den «Verzugsschaden» nach Art. 106 OR; diesen Schaden muss aber der Gläubiger beweisen. Beobachter und SRF Kassensturz empfehlen, diese Posten zu bestreiten. Schuldenberatungsstellen helfen kostenlos (dettes.ch).
- Gilt ein Brief eines Westschweizer Inkassobüros als Zahlungsbefehl?
- Nein. Die Betreibung beginnt erst mit dem Zahlungsbefehl, den das Betreibungsamt zustellt. Briefe von Inkassobüros sind keiner, auch wenn sie «commandement de payer» oder «letzte Warnung vor Betreibung» heissen. Erhalten Sie einen echten Zahlungsbefehl, erheben Sie innert zehn Tagen Rechtsvorschlag (Art. 74 SchKG), sofort beim Überbringer oder beim Amt, mündlich oder schriftlich und ohne Begründung.
- Nach wie vielen Jahren verjährt eine Schuld in der Westschweiz?
- Die meisten Forderungen verjähren nach zehn Jahren (Art. 127 OR), periodische Leistungen wie Mietzinse und Forderungen aus Kleinverkauf, ärztlicher Besorgung und Handwerksarbeit nach fünf (Art. 128 OR). Eine Betreibung oder Anerkennung unterbricht die Verjährung (Art. 135 OR). Eine durch Verlustschein verurkundete Forderung verjährt nach 20 Jahren (Art. 149a SchKG). Für eine Verlustscheinforderung schulden Sie keinen Zins (Art. 149 Abs. 4 SchKG). Die Verjährung wirkt nur, wenn Sie sie geltend machen; das Gericht beachtet sie nicht von Amtes wegen (Art. 142 OR).
- Was bewirkt es, wenn ich einem Westschweizer Inkassobüro einen Teil der Forderung als unbestritten nenne?
- Sie anerkennen diesen Teil: Die Verjährung wird unterbrochen und beginnt von neuem (Art. 135 Ziff. 1, Art. 137 Abs. 1 OR), und ein unterschriebenes Schreiben, das einen bestimmten Betrag als geschuldet anerkennt, kann dem Gläubiger als Schuldanerkennung für die provisorische Rechtsöffnung dienen (Art. 82 SchKG). Nennen Sie einen unbestrittenen Betrag deshalb nur, wenn Sie ihn wirklich schulden, und lassen Sie das Feld leer, wenn Sie sich auf die Verjährung berufen. Eine bezahlte verjährte Schuld kann nicht zurückgefordert werden (Art. 63 Abs. 2 OR).
So können Sie dieses Dokument unterschreiben
- Ausdrucken und von Hand unterschreiben. Die Unterschriftszeilen im Dokument sind absichtlich leer – unterschreiben Sie dort mit Stift.
- Selbst signieren, mit einer qualifizierten elektronischen Signatur. Wenn Sie bereits eine QES haben – Evrotrust, B-Trust, StampIT, ZealiD oder einen anderen qualifizierten Anbieter von der EU-Vertrauensliste, auf Karte, USB-Token, in einer Smartphone-App oder in der Cloud –, erklärt unsere Signaturanleitung Schritt für Schritt, wie Sie genau diese Datei signieren, ohne sie ungültig zu machen. Schritt-für-Schritt-Hilfe und eine Prüfung, ob es geklappt hat
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