Widerspruch gegen die Kündigung des Vermieters (Härteeinwand nach § 574 BGB)

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Das Schreiben, mit dem Sie einer ordentlichen Kündigung des Vermieters – etwa wegen Eigenbedarfs – widersprechen und die Fortsetzung des Mietverhältnisses verlangen, weil der Auszug für Sie oder Ihren Haushalt eine nicht zu rechtfertigende Härte wäre (§ 574 BGB), etwa wegen hohen Alters, Krankheit, Schwangerschaft, Kindern in der Schule oder fehlenden bezahlbaren Ersatzwohnraums. Seit dem 01.01.2025 genügt die Textform (§ 574b BGB); der Widerspruch muss spätestens zwei Monate vor dem Ende des Mietverhältnisses beim Vermieter sein. Das Schreiben nennt die Gründe und erkennt die Kündigung nicht an.

Was Sie ausfüllen

Die Angaben, die das Dokument verlangt.

  • Mieter
  • Anschrift des Mieters
  • Vermieter
  • Postanschrift des Vermieters (Straße, darunter PLZ und Ort)
  • Ort
  • Datum
  • Anschrift der Immobilie
  • Datum des Vertrags
  • Datum der Kündigung
  • Eingangsdatum
  • Datum der Beendigung
  • Wer widerspricht: der einzige Mieter oder alle Mieter gemeinsam (bei mehreren Mietern alle)
  • Haushaltsmitglieder
  • Härtegründe (z. B. Alter, Krankheit, Kinder, fehlender Ersatzwohnraum)
  • Bisherige Suche nach einer Ersatzwohnung
  • Wie lange die Fortsetzung verlangt wird: auf unbestimmte Zeit oder für einen angemessenen Zeitraum

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Häufige Fragen

Reicht für den Widerspruch gegen die Kündigung eine E-Mail?
Ja, seit dem 01.01.2025. Das Vierte Bürokratieentlastungsgesetz hat für den Widerspruch die Schriftform durch die Textform ersetzt (§ 574b Abs. 1 BGB); eine E-Mail, ein Fax oder dieses Schreiben als PDF genügen, wenn sie den Erklärenden nennen. Viele ältere Vorlagen und manche Belehrungen sprechen noch von „schriftlich“. Entscheidend ist, dass der Widerspruch rechtzeitig ankommt; bewahren Sie deshalb einen Nachweis über den Zugang auf, etwa eine Empfangsbestätigung oder die Antwort des Vermieters.
Bis wann muss der Widerspruch beim Vermieter sein?
Spätestens zwei Monate vor dem Ende des Mietverhältnisses, das die Kündigung nennt (§ 574b Abs. 2 BGB). Kommt er später, kann der Vermieter die Fortsetzung ablehnen. Das gilt nicht, wenn er Sie nicht rechtzeitig vor Ablauf dieser Frist auf das Widerspruchsrecht, seine Form und seine Frist hingewiesen hat: Dann können Sie den Widerspruch noch im ersten Termin des Räumungsrechtsstreits erklären. Verlassen Sie sich trotzdem nicht darauf, sondern widersprechen Sie früh.
Welche Gründe zählen als Härte?
Das Gesetz nennt ausdrücklich nur einen: Angemessener Ersatzwohnraum ist zu zumutbaren Bedingungen nicht zu beschaffen (§ 574 Abs. 2 BGB). Im Übrigen kommt es auf die Umstände an, die Sie, Ihre Familie oder andere Angehörige Ihres Haushalts betreffen, etwa hohes Alter, schwere Krankheit oder Behinderung, eine Schwangerschaft, Kinder in Schule oder Ausbildung, eine lange Wohndauer mit starker Verwurzelung. Beschreiben Sie konkret, was ein Umzug bewirken würde, belegen Sie es, etwa mit ärztlichen Bescheinigungen, und schildern Sie Ihre bisherige Wohnungssuche.
Gegen welche Kündigungen hilft der Härteeinwand nicht?
Gegen eine berechtigte fristlose Kündigung, etwa wegen erheblicher Mietrückstände (§ 574 Abs. 1 BGB); hat der Vermieter fristlos und hilfsweise ordentlich gekündigt, scheitert der Widerspruch, wenn die fristlose Kündigung begründet war. Ausgeschlossen ist er auch bei Mietverhältnissen ohne Kündigungsschutz, etwa beim möblierten Zimmer in der Wohnung des Vermieters (§ 549 Abs. 2 BGB). Der Widerspruch ersetzt außerdem nicht die Prüfung, ob die Kündigung selbst wirksam ist; deshalb erkennt das Schreiben sie ausdrücklich nicht an.
Was geschieht nach dem Widerspruch gegen die Kündigung?
Der Vermieter kann der Fortsetzung zustimmen, mit Ihnen eine Vereinbarung über Dauer und Bedingungen treffen oder Räumungsklage erheben. Dann wägt das Amtsgericht Ihre Härtegründe gegen seine Interessen ab und bestimmt, ob und wie lange das Mietverhältnis fortgesetzt wird, bei ungewissem Wegfall der Härte auch auf unbestimmte Zeit (§ 574a BGB). Bis dahin zahlen Sie die Miete weiter wie bisher.

So können Sie dieses Dokument unterschreiben

  • Ausdrucken und von Hand unterschreiben. Die Unterschriftszeilen im Dokument sind absichtlich leer – unterschreiben Sie dort mit Stift.
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