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Vertrag für freie Mitarbeit (Freelancer-Auftrag), auf Englisch (Schweiz)
Schweiz · auf Englisch
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Für Auftraggeber und Freelancer in der Schweiz, auf Englisch: ein Auftrag nach Art. 394 ff. OR mit Leistungen, Dauer, Vergütung samt MWST-Wahl, Spesen, Zahlungsfrist, Selbständigkeit, AHV als Selbständigerwerbende, Rechten an den Arbeitsergebnissen, Geheimhaltung und Datenschutz. Er nennt die Scheinselbständigkeit: Über den Status entscheidet die Ausgleichskasse nach den tatsächlichen Verhältnissen, nicht der Vertrag. Jede Partei kann jederzeit kündigen (Art. 404 OR). Behörden und Gerichte arbeiten in ihrer Amtssprache; diese englische Fassung dient dem Verkehr unter Privaten.
- Für die Verwendung in Schweiz
- Zuletzt aktualisiert: 4. November 2026
Veröffentlicht vonDocMuse
Wann Sie dieses Dokument brauchen
- Sie starten in der Schweiz als Freelancer, und Ihr erster Kunde will einen Vertrag auf Englisch.
- Ihre Firma beauftragt in der Schweiz eine freie Designerin oder einen Entwickler für ein Projekt.
- Sie wollen wissen, wem die Arbeitsergebnisse gehören und wann die Rechte übergehen.
- Sie befürchten, dass die Arbeit fast nur für einen Kunden in der Schweiz wie eine Anstellung aussieht.
Was Sie ausfüllen
Die Angaben, die das Dokument verlangt.
- Auftraggeber
- Anschrift des Auftraggebers
- Auftragnehmer
- Anschrift des Auftragnehmers
- UID oder MWST-Nummer der beauftragten Partei (freiwillig)
- Dienstleistungen
- Beginn
- Vertragsende
- Vergütung
- MWST: beauftragte Partei eingetragen oder nicht MWST-pflichtig (englisch)
- Spesen: in der Vergütung enthalten oder gegen Beleg ersetzt
- Zahlungsfrist für Rechnungen (Tage)
- Ausgleichskasse der beauftragten Partei (freiwillig)
- Vereinbarter Gerichtsstand (freiwillig)
- Ort
- Datum
Häufige Fragen
- Wann gilt ein Freelancer in der Schweiz trotz Freelancer-Vertrag als Arbeitnehmer?
- Massgebend ist, wie tatsächlich gearbeitet wird, nicht wie der Vertrag heisst (Art. 18 Abs. 1 OR). Wer in die Organisation des Auftraggebers eingebunden ist, Weisungen zu Zeit und Vorgehen befolgt, kein eigenes Unternehmerrisiko trägt und vor allem für einen Auftraggeber arbeitet, kann Arbeitnehmer sein — im Arbeitsrecht (Art. 319 OR) und bei der AHV, wo die Ausgleichskasse nach den wirtschaftlichen Gegebenheiten entscheidet und nicht an den Vertrag gebunden ist (BGE 144 V 111). Dann kann der Auftraggeber Beiträge als Arbeitgeber schulden. Die Klausel zur Selbständigkeit hilft nur, wenn die Tatsachen ihr entsprechen.
- Kann ein Schweizer Freelancer-Vertrag eine Seite an eine feste Dauer oder Kündigungsfrist binden?
- Nein. Ein Auftrag kann von jeder Partei jederzeit widerrufen oder gekündigt werden (Art. 404 Abs. 1 OR); das Bundesgericht hält das für zwingend, auch bei fester Dauer (4A_284/2013), weshalb der Vertrag die Regel statt einer Kündigungsfrist nennt. Wer zur Unzeit beendet, ersetzt den Schaden, den gerade dieser Zeitpunkt verursacht (Art. 404 Abs. 2 OR), und die bis dahin erbrachte Arbeit wird bezahlt. Brauchen Sie ein fertiges Ergebnis zum Festpreis, passt oft ein Werkvertrag besser (Art. 363 OR).
- Ab wann muss ein Freelancer in der Schweiz MWST verrechnen, und wer meldet sich bei der AHV?
- Von der MWST befreit bleibt, wer innert eines Jahres im In- und Ausland weniger als CHF 100'000.00 Umsatz aus steuerbaren Leistungen erzielt (Art. 10 Abs. 2 Bst. a MWSTG); darunter wird keine MWST verrechnet, ausser bei freiwilliger Eintragung, und die MWST-Wahl im Vertrag hält fest, was gilt. Bei der AHV meldet sich der Freelancer als selbständig erwerbend bei seiner Ausgleichskasse an, die über den Status entscheidet; der Auftraggeber tut nichts, solange die Kasse kein Arbeitsverhältnis feststellt. Der Vertrag hält beides fest, ersetzt aber keine Anmeldung.
- Darf ein Schweizer Freelancer-Vertrag auf Englisch sein, und welches Recht und Gericht gelten?
- Ja: Ein Auftrag braucht keine Form und keine bestimmte Sprache, ein englischer Vertrag, den beide unterschreiben, bindet. Der Vertrag wählt Schweizer Recht; eine Klausel nach Wahl nennt einen Gerichtsstand, der schriftlich oder in einer Form mit Textnachweis vereinbart sein muss (Art. 17 ZPO), unter Vorbehalt der Gerichtsstände, auf die eine Partei nicht zum Voraus verzichten kann (Art. 35 ZPO). Kommt es zum Verfahren, wird in der Amtssprache des Kantons verhandelt (Art. 129 Abs. 1 ZPO). Behörden und Gerichte arbeiten in ihrer Amtssprache; diese englische Fassung dient dem Verkehr unter Privaten.
So können Sie dieses Dokument unterschreiben
- Ausdrucken und von Hand unterschreiben. Die Unterschriftszeilen im Dokument sind absichtlich leer – unterschreiben Sie dort mit Stift.
- Selbst signieren, mit einer qualifizierten elektronischen Signatur. Wenn Sie bereits eine QES haben – Evrotrust, B-Trust, StampIT, ZealiD oder einen anderen qualifizierten Anbieter von der EU-Vertrauensliste, auf Karte, USB-Token, in einer Smartphone-App oder in der Cloud –, erklärt unsere Signaturanleitung Schritt für Schritt, wie Sie genau diese Datei signieren, ohne sie ungültig zu machen. Schritt-für-Schritt-Hilfe und eine Prüfung, ob es geklappt hat
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Für zwei Unternehmen oder Selbständige in der Schweiz, die vor einer Zusammenarbeit, einer Investition oder einem Kauf vertrauliche Informationen austauschen: Zweck, was vertraulich ist und was nicht, Verwendung nur für den Zweck, Weitergabe nur an gebundene Mitarbeitende und Berater, kein Reverse Engineering, Offenlegung auf behördliche Anordnung, Rückgabe und Löschung, Dauer und eine Konventionalstrafe nach Wahl (Art. 160 ff. OR). Schweizerisches Recht, Gerichtsstand nach Wahl. Von beiden Parteien zu unterzeichnen.
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