Vereinbarung über die einvernehmliche Auflösung des Dienstverhältnisses (Österreich)
Veröffentlicht vonDocMuse
Die einvernehmliche Auflösung des Dienstverhältnisses in Österreich als Vereinbarung zwischen Dienstgeber und Dienstnehmer: Ende, Endabrechnung und Dienstfreistellung, Urlaub und Urlaubsersatzleistung, Abfertigung und freiwillige Abfertigung, Dienstzeugnis, Rückgabe der Arbeitsmittel. Sie fragt nach dem Kündigungsschutz nach MSchG und VKG, der die Schriftform verlangt (§ 10 Abs 7 MSchG), und nach dem Betriebsrat (§ 104a ArbVG). Beim AMS gibt es danach keine Wartefrist. Nicht für Lehrverhältnisse. Zweifach ausdrucken, beide unterschreiben.
Was Sie ausfüllen
Die Angaben, die das Dokument verlangt.
- Dienstgeber (Arbeitgeber)
- Anschrift des Dienstgebers (Sitz)
- Firmenbuchnummer und Firmenbuchgericht des Dienstgebers (falls eingetragen)
- Für den Dienstgeber unterzeichnende Person
- Akademischer Grad des Dienstnehmers (falls gewünscht)
- Dienstnehmer (Arbeitnehmer)
- Geburtsdatum
- Anschrift des Dienstnehmers
- Beginn des Dienstverhältnisses
- Anwendbarer Kollektivvertrag (oder „keiner“)
- Datum der Beendigung
- Besonderer Kündigungsschutz nach dem Mutterschutzgesetz oder dem Väter-Karenzgesetz
- Beratung mit dem Betriebsrat vor dem Abschluss
- Zahlung der Endabrechnung bis
- Dienstfreistellung ab (Datum, oder „keine“)
- Offener Urlaub zum Ende (Arbeitstage oder Werktage)
- Verbrauch des offenen Urlaubs
- Freiwillige Abfertigung brutto in Euro (0, wenn keine)
- Zurückzugebende Arbeitsmittel (zB Laptop, Schlüssel, Karten)
- Weitere Vereinbarungen (oder „keine“)
- Ort
- Datum
Vorschau
Dieses Dokument wird für Sie erstellt. Ihre Angaben werden eingetragen, und das fertige PDF gehört Ihnen.
Häufige Fragen
- Braucht eine einvernehmliche Auflösung in Österreich die Schriftform?
- Grundsätzlich nicht; die Schriftform dient dem Beweis und erfüllt eine Schriftformklausel im Kollektivvertrag oder Dienstvertrag. Zwingend ist sie bei einer Dienstnehmerin unter dem Kündigungsschutz des Mutterschutzgesetzes; ist sie minderjährig, braucht es zusätzlich eine Bescheinigung des Arbeits- und Sozialgerichts oder der Arbeiterkammer über die Belehrung (§ 10 Abs 7 MSchG). Für Väter unter dem Kündigungsschutz des VKG gilt dasselbe; das VKG verweist auf diese Bestimmung. Ein Lehrverhältnis hat eigene Regeln (§ 15 Abs 5 BAG): Dafür ist diese Vereinbarung nicht gedacht.
- Was bewirkt in Österreich das Verlangen, vor einer einvernehmlichen Auflösung den Betriebsrat zu beraten?
- Verlangt der Dienstnehmer nachweislich, sich vor dem Abschluss mit dem Betriebsrat zu beraten, kann die Vereinbarung innerhalb von zwei Arbeitstagen danach nicht rechtswirksam geschlossen werden (§ 104a ArbVG). Wird sie trotzdem geschlossen, muss die Unwirksamkeit binnen einer Woche nach diesen zwei Tagen schriftlich geltend gemacht und binnen drei Monaten eingeklagt werden. Die Vereinbarung hält deshalb fest, ob ein Betriebsrat besteht und ob die Beratung verlangt wurde.
- Was bedeutet eine einvernehmliche Auflösung in Österreich für Arbeitslosengeld und Abfertigung?
- Anders als nach einer Selbstkündigung verhängt das AMS keine vierwöchige Wartefrist (§ 11 AlVG). Seit 01.01.2026 ist eine geringfügige Beschäftigung neben dem Arbeitslosengeld aber nur noch in Ausnahmefällen erlaubt. Die Abfertigung Neu kann nach mindestens 36 Beitragsmonaten ausgezahlt werden (§ 14 BMSVG); gilt für das Dienstverhältnis noch die Abfertigung Alt, ist sie bei einer einvernehmlichen Auflösung geschuldet. Eine freiwillige Abfertigung kommt nur hinzu, wenn sie vereinbart wird.
- Enthält die Vereinbarung über die einvernehmliche Auflösung in Österreich einen Verzicht auf weitere Ansprüche?
- Nein. Eine allgemeine Bereinigungsklausel enthält sie bewusst nicht: Sie regelt die Punkte, auf die sich die Vertragsteile einigen, und hält fest, dass andere Ansprüche aus dem Dienstverhältnis unberührt bleiben. Wollen die Vertragsteile mehr regeln, tragen sie es unter „Weitere Vereinbarungen“ ein; die Arbeiterkammer und die Wirtschaftskammer beraten ihre Mitglieder dazu. Beide unterschreiben zwei gleichlautende Ausfertigungen, und jeder Vertragsteil behält eine.
So können Sie dieses Dokument unterschreiben
- Ausdrucken und von Hand unterschreiben. Die Unterschriftszeilen im Dokument sind absichtlich leer – unterschreiben Sie dort mit Stift.
- Selbst signieren, mit einer qualifizierten elektronischen Signatur. Wenn Sie bereits eine QES haben – Evrotrust, B-Trust, StampIT, ZealiD oder einen anderen qualifizierten Anbieter von der EU-Vertrauensliste, auf Karte, USB-Token, in einer Smartphone-App oder in der Cloud –, erklärt unsere Signaturanleitung Schritt für Schritt, wie Sie genau diese Datei signieren, ohne sie ungültig zu machen. Schritt-für-Schritt-Hilfe und eine Prüfung, ob es geklappt hat
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