Geld und Schulden: Vorlagen und Formulare
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Schadensmeldung aus einem Versicherungsvertrag (Polen)
Eine Schadensmeldung oder Anzeige eines Versicherungsfalls aus einer freiwilligen Versicherung in Polen – Unfall-, Reise-, Hausrat-, Kranken- oder Lebensversicherung: Policennummer und Versicherungsart, Datum und Ort des Ereignisses, der Hergang, der Schaden oder die Verletzung, der geforderte Betrag und das Konto für die Zahlung sowie die Bitte um die Liste der benötigten Unterlagen. Sie erinnert den Versicherer daran, dass er innerhalb von 30 Tagen zahlt und den unstrittigen Teil immer innerhalb dieser Frist (Art. 817 des polnischen Zivilgesetzbuchs).
Widerruf eines Dauerauftrags oder einer Lastschrift (Polen)
Eine Anweisung an eine polnische Bank, einen Dauerauftrag zu widerrufen oder die Zustimmung zu Lastschriften für einen bestimmten Zahlungsempfänger zurückzuziehen – ein Telekommunikationsunternehmen, einen Stromversorger, einen Verein oder einen früheren Vermieter –, mit Kontonummer, Angaben zum Zahlungsempfänger und Zahlungsreferenz und bei Bedarf dem Antrag, die letzte Belastung innerhalb von 8 Wochen zu erstatten. Sie erinnert daran, dass der Widerruf spätestens am Geschäftstag vor der Belastung eingehen muss.
Schuldanerkenntnis und Rückzahlungsverpflichtung (Zypern)
Eine schriftliche Erklärung, mit der ein Schuldner in Zypern anerkennt, einem Gläubiger einen bestimmten Betrag zu schulden, und wofür, und sich verpflichtet, ihn nach einem Plan mit Enddatum zurückzuzahlen. Der Gläubiger nimmt sie mit seiner Unterschrift an und unternimmt keine rechtlichen Schritte, solange der Plan eingehalten wird; bleiben zwei Raten aus, wird der gesamte Rest sofort fällig. Ein vertraglicher Anspruch verjährt nach sechs Jahren, und das schriftliche Anerkenntnis des Schuldners unterbricht die Verjährung, die dann neu zu laufen beginnt. Stempelsteuer fällt nicht an.
Darlehensvertrag zwischen Privatpersonen (Zypern)
Ein schriftlicher Vertrag über ein Gelddarlehen zwischen Privatpersonen in Zypern – Verwandten, Freunden, Bekannten: beide Parteien mit Ausweis- oder ARC-Nummer, der Betrag in Ziffern und Worten, wie und wann er ausgezahlt wird, der Rückzahlungsplan, der Zins oder die Vereinbarung, dass das Darlehen zinslos ist, und die Folgen verspäteter Zahlung. Sie legen den Zinssatz fest, innerhalb der Grenze von Art. 314A des zyprischen Strafgesetzbuchs. Unterschrieben und zusammen mit dem Bankbeleg über die Überweisung beweist er die Forderung vor dem Bezirksgericht. Seit 2026 braucht er keine Stempelsteuer.
Beschwerde an eine Bank (Griechenland)
Eine schriftliche Beschwerde an eine Bank in Griechenland zu einem Konto, einer Karte, einer Überweisung, einer Lastschrift oder einem Kredit: das Produkt, was wann mit welchen Beträgen geschehen ist, was verlangt wird und wohin die Antwort gehen soll. Bei Zahlungsdiensten antwortet die Bank innerhalb von 15 Geschäftstagen, in Ausnahmefällen spätestens innerhalb von 35 (griechisches Gesetz 4537/2018). Wird die Sache nicht gelöst, ist der nächste Schritt der griechische Finanzombudsmann (Hellenic Financial Ombudsman), der den Streit kostenlos prüft, wenn er binnen eines Jahres nach der Beschwerde angerufen wird – deshalb verlangt die Beschwerde ein Aktenzeichen.
Leihvertrag (Bulgarien)
Für den Fall, dass Sie etwas unentgeltlich verleihen – ein Werkzeug, ein Gerät, ein Auto, einen Raum. Vom Mietvertrag unterscheidet er sich dadurch, dass nichts gezahlt wird, vom Gelddarlehen dadurch, dass dieselbe Sache zurückkommt und nicht ihr Wert. Deshalb tragen die Beschreibung des Gegenstands und sein Zustand bei der Übergabe das ganze Gewicht des Vertrags: Ohne sie lässt sich nicht zeigen, dass das, was zurückkam, nicht das ist, was hinausging.
Quittung über einen erhaltenen Geldbetrag (Bulgarien)
Ein schriftlicher Nachweis, dass ein Betrag gezahlt und empfangen wurde – bei einem Privatverkauf, einer Anzahlung, einer Miete oder einem Darlehen. Die Quittung füllt die Person aus, die das Geld erhält, und unterschreibt sie in dem Moment, in dem das Geld übergeben wird.
Antrag auf Schließung eines Bankkontos (Zypern)
Ein schriftlicher Antrag des Kontoinhabers an eine Bank in Zypern, den Kontovertrag zu beenden und ein Bankkonto zu schließen. Er nennt die IBAN des Kontos, das Schließungsdatum und das Konto, auf das das Guthaben geht, und bittet die Bank, die Karten zu kündigen, Daueraufträge und Lastschriften zu beenden, vorausbezahlte Gebühren anteilig zu erstatten und die Schließung schriftlich zu bestätigen. Die Zahlungsdiensterichtlinie, in Zypern durch das Gesetz 31(I)/2018 in Kraft, erlaubt einem Verbraucher, den Vertrag jederzeit mit einer Frist von höchstens einem Monat zu beenden.
Schuldanerkenntnis (Rumänien)
Die Erklärung, mit der ein Schuldner in Rumänien schriftlich anerkennt, einem Gläubiger einen Betrag zu schulden: wie viel, wofür, wann er fällig wird und nach welchem Plan er bezahlt wird. Das Anerkenntnis unterbricht die Verjährung, und danach beginnt eine neue Frist (Art. 2537 und 2541 des rumänischen Zivilgesetzbuchs); notariell beurkundet wird es zum Vollstreckungstitel.
Beanstandung einer nicht autorisierten Karten- oder Kontozahlung (Rumänien)
Die Erklärung, mit der ein Karten- oder Kontoinhaber in Rumänien die Bank auffordert, Zahlungen zu erstatten, die er nicht autorisiert hat: die beanstandeten Transaktionen, wann sie bemerkt wurden, wann die Karte gesperrt wurde, der geforderte Betrag und die Anzeige bei der Polizei. Nach dem rumänischen Gesetz Nr. 209/2019 erstattet die Bank bis zum Ende des folgenden Geschäftstags, und die Beanstandung muss unverzüglich erfolgen, spätestens 13 Monate nach der Belastung.
Quittung über den Empfang von Geld (Polen)
Die Quittung, die ein Zahlender von dem verlangen kann, der das Geld entgegennimmt (Art. 462 des polnischen Zivilgesetzbuchs) – bei der Rückzahlung eines Darlehens, der Rückgabe einer Kaution oder der Barzahlung eines Preises oder einer Rate: wer zahlt und wer empfängt, der Betrag in Worten, wofür er gezahlt wird, Datum und Art der Zahlung und ob damit die Schuld beglichen ist oder ein Rest bleibt. Sie ist der grundlegende Zahlungsnachweis, wenn Geld direkt den Besitzer wechselt.
Schenkungsvertrag über eine bewegliche Sache (Bulgarien)
Eine Schenkung unter nahestehenden Menschen ist alltäglich, doch eine nicht dokumentierte Schenkung schafft zwei Probleme: Später lässt sich weder beweisen, wem die Sache gehört, noch dass es kein Verkauf war. Der Vertrag hält fest, wer wem was ab welchem Datum schenkt. Schenkungen zwischen Verwandten in gerader Linie und zwischen Ehegatten sind in Bulgarien in der Regel steuerfrei; in allen anderen Fällen erhebt die Gemeinde eine örtliche Steuer – prüfen Sie das also vor der Unterschrift.
Quittung über eine getilgte Schuld (Bulgarien)
Das Dokument, das ein Schuldner bei der letzten Zahlung verlangen und dann aufbewahren sollte. Die Quittung bezeichnet, welche Verbindlichkeit mit welchem Betrag getilgt wurde und dass der Gläubiger daraus keine weiteren Ansprüche hat. Ohne sie besteht eine bezahlte Schuld auf dem Papier weiter – auch dann, wenn der Gläubiger sie an jemand anderen abtritt.
Aufforderung zur freiwilligen Zahlung (Bulgarien)
Mit einer schriftlichen Aufforderung wird eine Schuld vom Gesprächsthema zur aktenkundigen Sache. Sie bezeichnet die Verpflichtung und ihren Grund, setzt eine konkrete Frist und sagt, was folgt, wenn nicht gezahlt wird. Versenden Sie sie so, dass ihr Zugang nachweisbar ist – per Einschreiben mit Rückschein oder, wenn der Betrag es rechtfertigt, als notarielle Aufforderung.
Vorgerichtliche Zahlungsaufforderung (Polen)
Eine letzte Aufforderung vor dem Gang zum Gericht, zwischen Privatpersonen oder von einem Verbraucher an ein Unternehmen: der Betrag und wofür er geschuldet ist, wann er fällig wurde, die gesetzlichen Verzugszinsen ab einem bestimmten Tag, die Zahlungsfrist und das Konto sowie die Ankündigung einer Klage. Sie ist der Versuch einer gütlichen Einigung, nach dem ein polnisches Gericht fragt (Art. 187 § 1 Nr. 3 der polnischen Zivilprozessordnung). Für Rechnungen zwischen Unternehmen gibt es ein eigenes Dokument.
Ratenzahlungsvereinbarung (Bulgarien)
Für den Fall, dass ein Schuldner nicht auf einmal, aber in Raten zahlen kann. Die Vereinbarung erkennt die Schuld an, legt einen Tilgungsplan mit Terminen und Beträgen fest und regelt, was bei einer versäumten Rate geschieht – meist wird dann der gesamte Restbetrag fällig. Für den Gläubiger ist sie besser als Schweigen, für den Schuldner besser als die Zwangsvollstreckung.
Kontokündigung – Girokonto kündigen, mit oder ohne Kontowechsel
Kündigungsschreiben für Ihr Girokonto an die Bank oder Sparkasse – ob Sie das Konto ganz auflösen oder zu einer neuen Bank wechseln. Es nennt IBAN, Kontoinhaber und Geburtsdatum, den gewünschten Termin, das Konto für das Restguthaben, kündigt Karten, Dispositionskredit und Onlinebanking mit und verlangt eine schriftliche Bestätigung. Sie kündigen jederzeit ohne Frist, sofern keine Frist von höchstens einem Monat vereinbart ist, und die Kündigung selbst kostet nichts (§ 675h BGB). Für den Wechsel mit der gesetzlichen Kontowechselhilfe nach §§ 20 ff. ZKG wählen Sie die passende Variante.
Lastschrift zurückgeben oder Dauerauftrag löschen – Auftrag an die Bank
Schreiben an Ihre Bank oder Sparkasse, mit dem Sie eine Lastschrift zurückbuchen lassen, eine angekündigte Lastschrift stoppen, künftige Lastschriften eines Zahlungsempfängers untersagen oder einen Dauerauftrag löschen. Eine SEPA-Basislastschrift können Sie binnen acht Wochen nach der Belastung ohne Begründung zurückholen (§ 675x BGB), eine Abbuchung ohne gültiges Mandat noch bis zu 13 Monate danach (§§ 675u, 676b BGB). Einen Dauerauftrag oder eine angekündigte Lastschrift widerrufen Sie bis zum Ende des Geschäftstags vor der Ausführung (§ 675p BGB). Mit Zahlungsempfänger, Mandatsreferenz, Betrag und Datum.
Widerruf eines SEPA-Lastschriftmandats – Einzugsermächtigung widerrufen
Schreiben an den Zahlungsempfänger – Fitnessstudio, Versicherung, Verein, Versandhändler oder Inkassounternehmen –, mit dem Sie Ihr SEPA-Lastschriftmandat (früher Einzugsermächtigung) widerrufen. Es nennt Mandatsreferenz, Gläubiger-Identifikationsnummer und IBAN, untersagt weitere Abbuchungen ab Zugang und sagt, wie es mit den Zahlungen weitergeht: Sie überweisen selbst, der Vertrag ist beendet, oder Sie zahlen künftig von einem anderen Konto. Der Widerruf beendet weder den Vertrag noch Ihre Zahlungspflicht. Wird trotzdem abgebucht, holen Sie eine SEPA-Basislastschrift über Ihre Bank binnen acht Wochen ohne Begründung zurück (§ 675x BGB).
Ratenzahlungsvereinbarung unter Privatleuten
Eine Ratenzahlungsvereinbarung, mit der ein privater Gläubiger einem Schuldner erlaubt, eine offene Forderung in monatlichen Raten zu begleichen – etwa ein privates Darlehen, eine Kaution oder einen Schaden. Mit Bestätigung der Forderung, Anzahl, Höhe und Fälligkeit der Raten, zinsloser Stundung bei pünktlicher Zahlung, Verfallklausel bei zwei versäumten Raten und Verzugszinsen nach § 288 BGB. Nur für private Gläubiger: Gewährt ein Unternehmen einem Verbraucher Raten, kann das Verbraucherkreditrecht gelten (§ 506 BGB). Ausdrucken und von beiden unterschreiben.
Erstattung bei nicht autorisierter Zahlung und Rückbuchung – Schreiben an die eigene Bank
Ihr Schreiben an die eigene Bank, wenn Konto oder Karte ohne Ihre Zustimmung belastet wurden – etwa nach Kartenmissbrauch oder Phishing: Sie beanstanden die Umsätze und verlangen die Erstattung, die die Bank spätestens bis zum Ende des folgenden Geschäftstags leisten muss (§ 675u BGB). Melden Sie sich unverzüglich, spätestens 13 Monate nach der Belastung (§ 676b BGB). Haben Sie selbst mit Karte gezahlt, aber nichts erhalten, bitten Sie stattdessen um die Rückbuchung (Chargeback) nach den Regeln des Kartensystems. Mit Sperrdatum und Anzeige bei der Polizei.
Schlichtungsantrag gegen die Bank – Ombudsmann oder Schlichtungsstelle
Antrag auf ein Schlichtungsverfahren, wenn Ihre Bank oder Sparkasse Ihrer Beschwerde nicht abgeholfen hat – an den Ombudsmann der privaten Banken, die Schlichtungsstelle beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband oder eines regionalen Sparkassenverbands, die Kundenbeschwerdestelle des BVR für Volks- und Raiffeisenbanken oder die Schlichtungsstelle bei der Deutschen Bundesbank. Er nennt Bank, Vertrag, Ihre Beschwerde und deren Ergebnis, schildert den Streit, beziffert die Forderung und enthält die üblichen Erklärungen. Beim Ombudsmann der privaten Banken ist das Verfahren für Verbraucher kostenlos, und sein Spruch bindet die Bank bis 10.000 €.
Mahnung – letzte Zahlungsaufforderung vor dem Mahnbescheid
Die letzte Mahnung an einen säumigen Schuldner, bevor Sie das gerichtliche Mahnverfahren einleiten: offener Betrag, Fälligkeit, Verzug, Verzugszinsen nach § 288 BGB (fünf oder neun Prozentpunkte über dem Basiszinssatz, die Pauschale von 40 € nur von Schuldnern, die keine Verbraucher sind), eine letzte Zahlungsfrist, Ihr Konto und die Ankündigung des Mahnbescheids. Als Brief nach DIN 5008 aufgebaut, für private und gewerbliche Gläubiger. Keine Form vorgeschrieben; die Antworten unten erklären, wie Sie den Zugang beweisen und den Mahnbescheid danach beantragen.
Schuldanerkenntnis nach § 781 BGB
Ein Schuldanerkenntnis, mit dem der Schuldner schriftlich bestätigt, dem Gläubiger einen bestimmten Betrag zu schulden – mit Grund der Schuld, Zahlungstermin oder Raten, Konto des Gläubigers und Verfallklausel. Es begründet die Zahlungspflicht selbständig und lässt die Verjährung neu beginnen. Wichtig: Es ist nur wirksam, wenn es auf Papier ausgedruckt und vom Schuldner eigenhändig unterschrieben wird, denn die elektronische Form ist ausgeschlossen (§ 781 Satz 2 BGB). Eine E-Mail, ein Scan oder eine digital signierte Datei genügen nicht.